Die Facebook-Revolution

Wie viele Menschen, die sich für Facebook interessieren, hatte ich den Film The Social Network gesehen. Die Vision, die durch das Drehbuch von David Fincher vermittelt wird, ist ein großer Erfolg. Sicherlich ist das Bild von Mark Zuckerberg nicht besonders schmeichelhaft; man sieht, wie er sich von den Winklevoss-Brüdern inspirieren lässt. Dennoch fand ich die Entscheidungen, die Zuckerberg zu dieser Zeit traf – etwa das Open Graph –, sehr interessant. Das war weit entfernt von dem Bild, das der Film zeichnet.

Dieses Buch bietet eine realitätsnähere Sichtweise. Zunächst wurde es mit der Hilfe der Hauptbeteiligten geschrieben, allen voran Mark Zuckerberg. Was mir besonders gefallen hat, ist, dass Facebook keineswegs eine ruhige und geradlinige Erfolgsgeschichte war. Man erfährt zum Beispiel, dass Facebook, nachdem es sich bei den High-School-Schülern etabliert hatte, versuchte, in Unternehmen Fuß zu fassen – was ein völliger Fehlschlag war. Noch überraschender ist, dass Mark Zuckerberg, während Facebook sich auf den ersten Universitätscampus ausbreitete, einen bedeutenden Teil seiner Zeit einem anderen Projekt zum Dateiaustausch widmete.

In diesem Buch lässt uns der Autor an den ersten Jahren des Unternehmens teilhaben: an den ersten Finanzierungsrunden, der Monetarisierung und den ersten Einstellungen. Auch die verschiedenen Veränderungen, die das Unternehmen durchlief, um wirklich zu einem Unternehmen zu werden, werden beschrieben. Die Ankunft von Sheryl Sandberg wird ebenfalls erwähnt, und sie teilt dort unter anderem ihre eigene Sichtweise.

Dieses Buch ist heute vielleicht schon einige Jahre alt, bleibt aber dennoch interessant, da es sich mit den Anfangsjahren eines Unternehmens beschäftigt, das heute einen großen Teil der menschlichen Interaktionen verbindet.

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